Fonds

Was ist der Ausgabeaufschlag bei Investmentfonds?

Wer mit Banken Geschäfte machen will, erfährt sehr schnell eines: Alle Bankleistungen kosten etwas. Kontoführungsgebühren, Buchungsgebühren und die Gebühren für die Scheckkarte oder den verloren gegangenen und neu ausgestellten Kontoauszug. In der Welt der Banken und Sparkassen muss alles bezahlt werden. Das gilt auch, wenn Investmentfonds gekauft werden sollen. Wer in Investmentfonds investiert, bezahlt einen gewissen Betrag, meist so zwischen 2 und 5 Prozent, als Ausgabeaufschlag.

Ein Investmentfonds besteht aus einer ganzen Menge einzelner Papiere. Das können Aktien oder Rentenpapiere sein, Zertifikate oder Anleihen, Tagesgeld und Festgeldanlagen, ja sogar aus anderen Fonds kann ein Investmentfonds zusammengesetzt sein. Um diese Papiere ganz speziell auswählen zu können, bedarf es viel Zeit und eines großen Wissens über den Geldmarkt und über die Wirtschaft. Diese Zeit und dieses enorme Wissen kann eine einzelne Person gar nicht haben. Aus diesem Grund beschäftigen die Investmentgesellschaften, also die Gesellschaften, die einen Fonds auflegen, ganze Mitarbeiterstäbe. An der Spitze dieses Mitarbeiterstabes steht dann der Fondsmanager, der letztendlich das Sagen hat, welche Papiere für den Investmentfonds gekauft werden.

Dieser Mitarbeiterstab und der Fondsmanager werden letztendlich durch den Ausgabeaufschlag bezahlt. D.h., der Käufer der Investmentpapiere ist der eigentliche Arbeitgeber des Fondsmanagers und seines Mitarbeiterstabes. Zusätzlich zum Ausgabeaufschlag wird aber für jeden Fonds jährlich auch noch eine Verwaltungsgebühr fällig. Im Fachjargon heißt der entsprechende Begriff Management Fee. Durch diese beiden Posten werden also die Mitarbeiter des Fonds bezahlt. Der Rest ist Gewinn für die Bank.

Jeder Fondsmanager versucht so zu arbeiten, dass sein Fonds erfolgreich ist und seinen Besitzern einen möglichst hohen Gewinn abwirft. In einen erfolgreichen Fonds wird gerne investiert und der Fonds wird oft verkauft. Ist ein Fonds aber erfolglos und bringt keine Dividende, so wird er von seinen Inhabern wieder verkauft. Tun das etliche Fondsinhaber, so hat der erfolglose Fondsmanager ausgesprochen schlechte Zukunftsaussichten. Auch wenn es nicht so scheint: der Ausgabeaufschlag ist mit den Banken verhandelbar, wenn etwas mehr Geld angelegt wird. Ein Verhandlungsversuch kann sich hier lohnen.