Riester Fonds


Mit der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahre 2000 bzw. 2001 wurde die so genannte Riesterrente ins Leben gerufen. Sparer erhalten für eigene Einzahlungen in einen geförderten Altersvorsorgevertrag staatliche Zulagen. Ab dem 60. Lebensjahr kann das Guthaben dann in Form einer monatlichen Zusatzrente abgerufen werden, wobei maximal 30% des Guthabens auf Wunsch auch per Einmalauszahlung zur Verfügung stehen. Dank einiger Nachbesserungen – zum Beispiel in Sachen Vererbbarkeit und bezüglich ihrer Abrufmöglichkeiten – ist die Riesterrente in den letzten Jahren zum Erfolgsmodell geworden.

Riester Renten-FondFür die Nutzung der Riesterrente gibt es verschiedene Möglichkeiten. Während in den ersten Jahren lediglich Riestersparen in Versicherungen möglich war, können mittlerweile auch förderfähige Bausparverträge und sogar Fondssparpläne in Aktien-Fonds genutzt werden. Welcher Weg der empfehlenswerteste ist, hängt vor allem von den individuellen Zielen des Anlegers ab. So sollten Bauwillige eher auf einen Riester-Bausparvertrag zurückgreifen, während zu renditeorientierten Kunden eher die Chancen eines Riester-Fonds passen. Eines jedoch haben alle Varianten gemeinsam: Der Gesetzgeber schreibt vor, dass sowohl alle Einzahlungen, als auch alle staatlichen Zulagen vom Produktanbieter garantiert sein müssen. Es darf kein Guthaben „verloren“ gehen.

Diese Garantie ist vor allem für die Anlage in Riester-Fonds interessant. Denn im Gegensatz zu ungeförderten, „gewöhnlichen“ Fondssparplänen birgt die Anlage in Riester-Fonds keine Verlustrisiken. Beachten sollte man jedoch, dass sich diese Kapitalgarantie immer auf den Endzeitpunkt bezieht – also im Regelfall auf das 60. Lebensjahr des Anlegers. Während der Laufzeit können Schwankungen des Anlagewertes auftreten.

Viele Fondsgesellschaften bieten ihre geförderten Riester-Fonds nicht als Einzel-Fonds sondern als Altersvorsorge mit aktivem Management an. Das bedeutet, dass der Anleger keinen einzelnen Fonds für seine Investition auswählt. Er überlässt die Verwaltung komplett der Fondsgesellschaft, welche mit den eingehenden Geldern Fondsanteile für den Anleger erwirbt. Die Riester-Produkte von Fondsgesellschaften sehen in der Regel so aus, dass eine einhundertprozentige Aktienquote nur dann gegeben ist, wenn der Anleger bei Anlagezeitpunkt noch sehr jung ist. Im Laufe der Zeit schichtet der Anbieter das Vermögen zunehmend in weniger schwankende Fonds um, sodass sich das Verlustrisiko insgesamt gesehen deutlich minimiert. Riester-Fonds sind ideal, um die Chancen einer langfristigen Fondsanlage mit der Sicherheit eines Riestervertrages zu verbinden.